Aromapflege

Die Aromatherapie ist eine der ältesten Heilpraktiken. Eher durch Zufall wurde die Heilkraft der verschiedenen Pflanzen entdeckt, wobei die Ursprünge der Aromatherapie weit zurück gehen. Schon die alten Ägypter waren Meister dieser Heilkunst, die im 16. Jahrhundert auch den deutschsprachigen Raum eroberte. In den letzten 200 Jahren erleben die wertvollen Öle wieder neuen Aufschwung und werden vielseitig eingesetzt.

Reine ätherische Öle haben eine hohe Qualität in Aroma und Wirkung und werden oft durch aufwendige Handarbeit hergestellt, wodurch sich auch ihr hoher Preis erklären lässt. Aromatherapie wirkt über viele Sinne und steigert somit das Wohlbefinden eines Menschen, was eine spürbare Besserung bei Krankheit zur Folge haben kann.

Wie wirken ätherischen Öle?
Die Duftmoleküle werden über die Nase aufgenommen, ebenso werden die Öle in verdünnter Form zu direkten Einreibungen und Massagen auf der Haut verwendet, von der sie rasch absorbiert werden. So gelangen sie in das Bindegewebe und weiter über das limbische System in den Blutkreislauf. Ausgeschieden werden die Öle wiederum über Lunge und Nieren.

Wir Hebammen verwenden Aromaöle bereits in der Schwangerschaft – beispielsweise begleitend in der Behandlung von Übelkeit, Schlaflosigkeit, vorzeitigen Wehen, Rückenbeschwerden und vielem mehr. Während der Geburt verschaffen sie Linderung in Entspannungsbädern und Massageölen oder in Form von Kompressen.

Im Wochenbett können eine Nackenmassage oder ein Fußbad wohltuend sein und die Heilung von Geburtsverletzungen wird mit Lavendelbinden unterstützt. Auch in der Stillzeit können Aromaöle hilfreich sein, vor allem, wenn der Milcheinschuss auf sich warten lässt. Babies lieben natürliche Pflege und sanfte Massagen – einfach zum Ankommen oder als hilfreiche Unterstützung bei Blähungskoliken – allerdings sollten hier Aromaöle nur äußerst sparsam dosiert eingesetzt werden.

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