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Allgem. Chirurgie
Schwerpunkte
Ambulanz
Spezialisierung

Adipositaschirurgie:
Zur operativen Behandlung der krankhaften Fettsucht bieten wir derzeit drei Operationsmethoden an:
Bei entsprechender Speiseröhrenfunktion als rein restriktive Methode das verstellbare Magenband und die Magensleeveresektion (Längsresektion).
Bei entsprechender Indikation oder Revisionseingriffen bieten wir auch als kombiniert restriktiven  und malabsorbtiven Eingriff die Magenbypassoperation an. Alle diese Operationen werden bei uns stets minimal invasiv mit der Schlüssellochtechnik durchgeführt.

Brustdrüsentumore:
Moderne Behandlungstechniken kommen auch in der operativen Therapie der bösartigen Brustdrüsentumore zur Anwendung. So die Identifikation des Wächterlymphknotens in der Achselhöhle (Sentinel-Lymphknoten) nach radioaktiver Markierung mit Hilfe eines "Gamma-Finders", einem Meßgerät, das ermöglicht, den Lymphknoten vor und während der Operation zu lokalisieren und gezielt zu entfernen. Ziel ist es, die für die Frauen oft belastenden Folgen nach Eingriffen in der Achselhöhle wie z.B. Armschwellungen, zu minimieren. Diese Methode erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Nuklearmedizin in Wörgl (Leiter: Dr. Kurt Höfler).

Dickdarmerkrankungen:
Bei den Dickdarmerkrankungen bieten wir sowohl bei gutartiger, als auch bei bösartiger Erkrankung die konventionelle (offene) Chirurgie, sowie auch alle laparoskopischen Verfahren an, wobei das für den jeweiligen Patienten und die jeweilige Erkrankung optimale Operationsverfahren als Therapiemöglichkeit gewählt wird. Bei entsprechender Indikation erfolgt vor derartigen Operationen eventuell auch eine chemotherapeutische Vorbehandlung und im Falle eines drohenden Darmverschlusses kommen auch entlastende Verfahren wie z.B. die vorherige endoskopische Einlage eines Platzhalters (Stents) in Frage.

Funktionelle Chirurgie – Refluxchirurgie:
Hier bieten wir hochspezialisierte Ärzte an, die sich in erster Linie mit dem gastroösophagealen Reflux, aber auch mit allen anderen funktionellen Störungen im Bereich des Überganges der Speiseröhre in den Magen beschäftigen. Nach einer entsprechenden Abklärung führen wir die gängigen minimal invasiven Operationsverfahren durch (Hiatusplastik, Fundoplicatio).

Gefäßchirurgie:
Im Rahmen der Gefäßchirurgie bieten wir alle gängigen Eingriffe sowohl im arteriellen, als auch im venösen Gefäßsystem an. Dies beinhaltet auch die Chirurgie der Bauchschlagader, wobei auch Patienten mit einem Aneurysma im Bereich der Bauchschlagader operativ behandelt werden. Die Standardmethode stellt hierbei die Ausschaltung des Aneurysmas durch Einsetzen einer Kunststoffprothese dar. Bei Risikopatienten arbeiten wir intensiv mit der klinischen Abteilung für Gefäßchirurgie der Univ. Klinik in Innsbruck zusammen. Weiters bieten wir alle Standardbehandlungsverfahren bei der peripheren Verschlusskrankheit an, wobei in frühen Stadien eine konservative Behandlung mit optimiertem Risikofaktorenmanagement und körperlichem Training erfolgen kann. Bei allen Formen von weiter fortgeschrittenen Erkrankungen bieten wir einen Überbrückungsbypass oder eine Ausschälungsplastik im Bereich der Engstellen an. Bei Patienten, bei denen die Notwendigkeit einer Dialyse (künstliche Niere) besteht, bieten wir die operative Shuntchirurgie (den Kurzschluss zwischen Arterie und Vene) zur Dialysebehandlung an.

Kinder- und Jugendchirurgie:
Im Bereich der Kinderchirurgie bieten wir die gängigen Standardoperationen wie Phimosenoperation, Leistenhernien- und Wasserbruchoperationen an, wobei wir im Team speziell in der Kinderchirurgie ausgebildete Chirurgen haben.

Krampfadern (Varizen):
Die operative Behandlung von Krampfadern wird schwerpunktmäßig betrieben und durch das minimal invasive Behandlungskonzept ergänzt. Am Anfang des Jahres 2010 haben wir ein neues Gerät für die endovenösen Lasertherapie bekommen, um die Lasertherapie der Vena saphena magna und parva verstärkt durchführen zu können. Kurzer stationärer Aufenthalt und rasche Reintegration in den Arbeitsprozess werden möglich. Damit ist das Krankenhaus St.Johann das 1. öffentliche Krankenhaus in Tirol, in dem diese hochmoderne Methode angeboten wird. Weitere Techniken, wie die endoskopische Durchtrennung von Verbindungsvenen, ergänzen das minimal invasive Behandlungskonzept.

Leber- und Pankreaserkrankung/ hepatobiliäre Chirurgie:
Wir beschäftigen uns seit 2009 auch mit der Chirurgie der Leber und der Bauchspeicheldrüse, der jetzige Abteilungsleiter verfügt über große Erfahrung in diesem Bereich und führt entsprechende Operationen auch in Absprache mit der Univ. Klinik für Allgemeinchirurgie in Innsbruck durch. Die Leberchirurgie kann in zunehmendem Maße auch minimal invasiv (laparoskopisch) durchgeführt werden. Insbesondere können kleinere Herde, die entweder gutartiger oder bösartiger Natur sein können und in der Leber an laparoskopisch gut erreichbaren Stellen liegen, auf minimal invasivem Weg entfernt werden, wobei wir über ein entsprechendes Gerät für die minimal invasive Leberchirurgie verfügen. Diese Eingriffe bringen für den Patienten den Vorteil einer wesentlich rascheren Erholung und deutlich geringerer postoperativer Schmerzen und sind nicht mit einer erhöhten Komplikationsrate verbunden.

Leisten- und Narbenhernien:
Wir bieten alle üblichen offenen und laparoskopischen Leistenhernien- und Narbenhernienoperationstechniken an. Laparoskopisch führen wir die intraperitoneale Operationsmethode (TAPP), bei Bedarf auch in einer Technik mit nur einer Incision durch. Alternativ zu dieser Operation führen wir auch die total extraperitoneale Patchplastik (TEP) durch, die wir beidseitig auch mit nur zwei Arbeitskanälen versorgen können. Bei den laparoskopischen Narbenhernienop. stellt unser Standardverfahren eine minimal invasive Technik dar, bei der laparoskopisch ein intraperitoneales Netz in Form eines onlay-mesh plaziert wird.


Proktologie:

Auch in der Behandlung proktologischer Leiden stehen schmerzarme, minimal invasive Techniken im Vordergrund. So gelingt es in den meisten Fällen, dem Patienten die gefürchtete Radikaloperation der Hämorrhoiden zu ersparen. In Abhängigkeit vom Stadium des Hämorrhoidalleidens erfolgt die operative Therapie entweder durch die Staplerhämorrhoidektomie nach LONGO oder durch ultraschallgezielte Ligatur der zuführenden Gefäße - beides Eingriffe, die keine äußeren Wunden hinterlassen und keine lästige Nachbehandlung erfordern.

Schilddrüse:
Ein Schwerpunkt der Abteilung ist die Chirurgie der Schilddrüse, eingeleitet durch die jahrzehntelange wissenschaftliche Tätigkeit meines Vorgängers Univ.-Prof. Ladurner, zahlreiche Publikationen und Vorträge und das breite operative Spektrum incl. radikaler Lymphknotenausräumungen am Hals (radical neckdissection) und Eingriffen im Brustraum untermauern die Vorrangstellung. Die moderne Methode des intraoperativen Neuromonitoring, d.h. der elektrischen Stimulation des Stimmbandnerven während der Operation, wird routinemäßig bei allen Eingriffen durchgeführt. Mit einem speziellen Meßgerät (EMG-Gerät), dem ersten derartigen in Österreich, gelingt es nun, die bislang nur hörbaren Stimmbandschwingungen zu visualisieren und zu dokumentieren. Somit ist die Chirurgie des BKH. St. Johann in Tirol als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- eingriffe einzustufen.

Sils (LESS)
(Single incison laparoscopic surgery oder laparoskopic endoscopic single surgery)
Bei entsprechender Indikation führen wird die Entfernung der Gallenblase, des Blinddarmes, eine Hernien- oder Narbenhernienoperation und im Idealfall auch eine Dickdarmresektion mit dem neuen Verfahren der single incision laparoscopic surgery durch. Dies bedeutet, dass die Patienten nur mehr durch einen Zugang im Bereich des Bauchnabels operiert werden und hier von geringeren Schmerzen, vor allen Dingen aber auch kosmetisch profitieren, da bei diesem Verfahren die Narbe praktisch nicht sichtbar ist.











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