Gesundheits- und Krankenpflegeschule St. Johann in Tirol:

Berufe mit Zukunft und Jobgarantie. Gemeinsame Initiative für die Pflegeausbildung

In einem gemeinsamen Pressegespräch machten jetzt die Pflegeschule St. Johann i.T., das AMS Kitzbühel und die amg Tirol (Arbeitsmarktförderungs GmbH) auf die Möglichkeiten der Pflegeausbildung im neuen Medicubus St. Johann aufmerksam – Wege zu erfüllten und krisensicheren Berufen.

“Wir wollen Lust auf Pflegeberufe machen”, so Manfred Dag vom AMS. Die Sicherstellung des Gesundheitswesens ist eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften steigt laufend – nicht nur in Krankenhäusern, sondern in allen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, in denen Menschen betreut werden. Dabei zählen Pflegeberufe ohne Zweifel zu den Berufen mit großem Zukunftspotential: abwechslungsreich, sinnstiftend – Arbeit mit und für Menschen und mit “Jobgarantie”.

Hochmoderne neue Pflegeschule im Bezirk Kitzbühel

Mit dem neuen Medicubus bietet der Standort St. Johann i. T. jetzt ein hochmodernes Ausbildungszentrum für Pflegeberufe – von der Heimhilfe über die Pflegeassistenz bis zur Diplomierten Gesundheits- & Krankenpflegekraft wird ein breites Spektrum an hochwertigen Ausbildungswegen angeboten.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule in St. Johann i.T. ist seit diesem Schuljahr eigenständig und wird seit 1. Oktober von Direktor Helmut Wallner geleitet. “Es ist eine Freude, in diesem großartigen Gebäude mit unserem engagierten Team junge Menschen und auch jene im zweiten Bildungsweg oder bei Umschulungen zu begleiten und sie gut auf den Berufsweg vorzubereiten. Wir können quer durch die Pflegeberufe alle Ausbildungen bei uns anbieten.” Der 2019 errichtete Medicubus bietet die dafür nötige Infrastruktur mit modernen, hellen Klassenzimmern, IT-Schulungsraum und einem auf dem Stand der Technik ausgestatteten Simulationszentrum, um alle möglichen Notfallsituationen realistisch trainieren zu können.

Diese Pflegeausbildungen starten 2022

Für das kommende Schuljahr werden in St. Johann folgende Ausbildungen angeboten: Heimhilfeausbildung ab 17. Jänner (Dauer 5 Monate); Pflegassistenz (Vollzeit – 1 Jahr) ab 4. April; Pflegeassistenz (Teilzeit im 75%-Modell, max. 6 Stunden/Tag 8–13 Uhr als familienfreundliche Variante; Dauer 1,5 Jahre) ab November 2022. Zudem startet ab Oktober 2022 die Diplomausbildung für den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege (Dauer 3 Jahre) – übrigens die letzte und dann einzige Möglichkeit in Tirol, die Diplomausbildung in der “klassischen Form” zu absolvieren. Ab 2023 soll dann auch in St. Johann auf den neuen Bachelor-Studiengang umgestellt werden. Zur Zeit werden am Medicubus 3 Jahrgänge der Diplomausbildung und eine Pflegeassistenzklasse unterrichtet – 2022 erhalten die ersten “St. Johanner” AbsolventInnen ihr Diplomzeugnis.

Wohnortnahe Ausbildung im Bezirk

“Pflegeberufe sind sinnstiftend und krisensicher – auch das ist eine Erkenntnis der Corona-Pandemie”, berichtet AMS-Kitzbühel-Leiter Manfred Dag aus seiner Erfahrung. Während viele Menschen in dieser Zeit von Kurzarbeit und Jobverlust betroffen waren, war das trotz aller Belastungen in der Pflege nie der Fall, betont der AMS-Chef. Das Land habe auf den steigenden Bedarf reagiert, stellt Dag fest: Mit der Etablierung der eigenen Gesundheits- und Krankenpflegeschule in St. Johann gibt es nun auch im Bezirk Kitzbühel Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort – ein wichtiger Faktor für die Berufswahl. Zudem ist die Schule ideal gelegen: direkt am Bezirkskrankenhaus, aber auch direkt am Bahnhof und an den Bushaltestellen. Nicht zuletzt wurden auch großzügige finanzielle Anreize geschaffen, um die Ausbildung auch Menschen im Erwachsenenalter zu ermöglichen.

Förderungen in der Pflegeausbildung – Pflegestiftung

Zur Unterstützung der Pflegeausbildungen gibt es eine Reihe von Förderungen – so etwa die Pflegestiftung Tirol, die bereits 2002 gegründet wurde. “Wir informieren jedes Jahr über 1000 Personen, die sich für eine Pflegeausbildung interessieren,” berichtet Claudia Vogel-Gollhofer von der amg Tirol, “rund 250 Personen werden derzeit von der Pflegestiftung begleitet”. Zentral ist dabei die Rolle des Kooperationbetriebes: Parallel zu ihrer Ausbildung absolvieren die TeilnehmerInnen ihre Praktika bei dem schon vor Beginn der Ausbildung ausgewählten, oft wohnortnahen Kooperationspartner (Pflege- und Sozialeinrichtungen) und erhalten im Anschluss auch dort ihre Anstellung. In der Pflegestiftung ist die Existenzsicherung (Stiftungsarbeitslosengeld) für die Dauer der Ausbildung gewährleistet, daneben gibt es auch noch Zuschüsse bis zu einem Taschengeld der Schule – die Grundabsicherung ist während der Ausbildung gewährleistet. Zudem gibt es auch weitere Fördermöglichkeiten wie das Fachkräftestipendium oder die Bildungskarenz. Informationen zu allen Fragen der Berufsorientierung und der Fördermöglichkeiten gibt es beim zuständigen AMS.

Erfahrungen einer Absolventin


Mit Gerritje Vaneveld berichtete eine Absolventin der Pflegeassistenz von ihren Erfahrungen in ihrer Ausbildung und im neuen Beruf im Sozialzentrum Pillerseetal: “Es ist schade, dass die Pflege zur Zeit oft sehr negativ behaftet ist – dabei geht oft unter, dass dieser Beruf wahnsinnig schön ist – und er ist auch nicht schlecht bezahlt. Man bekommt von den betreuten Menschen oft so viel zurück – eine Berührung, ein Dankeschön. Oder der Teamzusammenhalt, der stärker ist als in vielen anderen Berufen – einfach mit Herz arbeiten.” Die Ausbildung war durch Corona eine zusätzliche Herausforderung, aber die Unterstützung durch die Schule und die Lehrkräfte war großartig, so Vaneveld, die auch die gute Betreuung durch das AMS hervorhob. Die Ausbildung wurde auch durch die finanzielle Unterstützung durch das AMS (Pflegestiftung) sehr unbürokratisch gefördert – “ich habe es keinen Tag bereut, diesen Schritt gewagt zu haben!”


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